21. Jan, 2010
Mathias Jacobs
Nach dem schrecklichen Erdbeben in Haiti ist Hilfe von außen mehr denn je gefragt. Auch Fashionaire beschäftigt dieses Thema sehr. Um im Rahmen der Möglichkeiten zu helfen, läuft vom 19. – 21.01. eine Spendenaktion. Fashionaire bietet coole Statement-Shirts von Katherine Hamnett. Von jedem verkauften Shirt gehen 12,90 € an das Deutsche Rote Kreuz, welches tatkräftig in Haiti hilft.
Bei den ausgewählten Shirts handelt es sich um ein Organic- & Fairtrade Brand. Die Statements „Love“, „Peace“ oder „Choose Hope“ sind darauf zu finden.
Der Verkauf auf Fashionaire läuft noch so lange der Vorrat reicht, maximal aber bis heute um 24.00 Uhr.
11. Okt, 2008
Christoph Huebner
Die heutige Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitiert eine Umfrage des Beratungsunternehmens Grass Roots unter deutschen Verbrauchern: “Von der Krise finanziell direkt betroffen sahen sich bisher nur etwa 26 Prozent der Befragten.”
26 Prozent sind allerdings eine ganze Menge, wenn man Produkte verkauft, die böse gesagt “niemand braucht.” Denn das gehört ja zu den Regeln des Liveshopping: Ein Produkt zu einem guten Preis über einen begrenzten Zeitraum verkaufen. Für die Kunden nicht planbar und auf den Impulskauf ausgelegt. Es geht darum, Menschen spontan für ein Angebot zu begeistern und nicht ihnen etwas günstig zu verkaufen, wonach sie sowieso auf der Suche sind.
Daraus ergibt sich die These: Wer ein solches Geschäft betreibt, müsste doch eigentlich als allererster spüren, wenn es unter den Verbrauchern zur Zurückhaltung kommt. Ob das wirklich so ist, wollte ich mit einem Rundruf unter einschlägigen Brancheninsidern herausfinden. Hier die Ergebnisse:
- Patric Stricker von Fashionaire meint, er sei noch zu klein, um solche Effekte zu spüren. Er hat zwar seit drei Wochen eine Stagnation bei den Bestellungen. Aber da er noch relativ neu am Markt ist und noch kein kalkulierbares, regelmäßiges Geschäft aufgebaut hat, kann er zu den Ursachen und vor allem dem Zusammenhang mit der Finanzkrise im Prinzip keine Aussage machen.
- Andreas Kosmatos, der Schmuck-Dealer, hat im Oktober zwar weniger verkauft, hält aber auch andere Effekte für ausschlaggebend.
- Peter Posztos vom vermeintlichen Platzhirsch guut.de glaubt, dass ein Einbruch durch Wachstum ausgeglichen werden kann. Die gesamte Liveshopping-Szene sei noch ein sehr kleiner Bereich des eCommerce mit gewaltigem Wachstumspotenzial. Ereignisse wie der jüngste Beitrag von RTL (+4.000 Besucher in wenigen Minuten auf guut.de) erreichten permanent weitere neue Personenkreise. Dieser Zuwachs kompensiert, was möglicherweise durch äußere Einflüsse wie die Finanzkrise verloren geht.
- Mathias Jacobs, Macher des Aggregators MyLiveshopping sieht Bewegung im Markt, aber keinen Einbruch. Auch er hat durch den RTL-Bericht einen kurzfristigen Zuwachs von über 50 Prozent in den Zugriffen erlebt. Er beobachtet allerdings Verschiebungen unter den Anbietern. So sei der Shop, zu dem die meisten Besucher gingen, zurzeit Preisbock. “Guut.de hat nachgelassen”, sagt er und meint damit das Angebot, das nicht mehr so spannend und abwechslungsreich sei wie zuvor.
Fazit:
Fakt ist, dass die Verbraucher es teilweise schon spüren und in nächster Zeit auch massiv spüren werden, dass die Finanzkrise um sich greift. Kaufzurückhaltung ist die Folge. Die Leute achten mehr darauf, Schnäppchen zu machen und günstig einzukaufen. Sicher wird es auch einige geben, die auf “Shoppingerlebnisse”, Spontan- und Impulskäufe verzichten werden. Da Liveshopping an sich seine maximale Reichweite aber noch lange nicht erreicht hat, können die Anbieter wohl auch ungeschoren durch die Krise kommen – wenn sie sich anstrengen und die verlorenen Besucher durch neue ersetzen können. Das Potenzial ist da!